Die Aufgaben
- Risikoorientierten Prüfungsplan aufstellen
- Prozesse und Einzelfälle prüfen
- Feststellungen belegen und bewerten
- Prüfungsberichte schreiben und vertreten
- Umsetzung der Maßnahmen nachhalten
Was die Rolle zahlt
Monatsbrutto auf den einzelnen Stufen des Weges in diese Rolle. Es sind Orientierungswerte; was ein Haus tatsächlich zahlt, hängt am Tarif, an der Entgeltgruppe und an der Größe des Instituts.
entspricht 16.800 € im Jahr
entspricht 46.800 € im Jahr
Mit 2–3 Jahren Erfahrung
4.300–5.500 €
Orientierungswerte. Revisionsstellen sind tariflich eingruppiert; die Höhe hängt an Institutsgröße, Prüfungsgebiet und Tarifgruppe. Variable Vergütung ist in dieser Funktion aus Unabhängigkeitsgründen unüblich. Die untere Stufe ist die Vergütung während der Ausbildung oder eines dualen Studiums.
Was macht ein Interner Revisor?
Die Interne Revision prüft im Auftrag der Geschäftsleitung, ob das Haus funktioniert wie beschrieben. Sie ist keine freiwillige Einrichtung: die MaRisk verlangen eine funktionsfähige Interne Revision, die alle Aktivitäten und Prozesse risikoorientiert prüft, prozessunabhängig arbeitet und der Geschäftsleitung unmittelbar berichtet. Sie darf nicht in die Abläufe eingebunden sein, die sie prüft – wer eine Arbeitsanweisung mitgeschrieben hat, prüft sie nicht.
Gegenstand ist alles: Kreditgeschäft, Zahlungsverkehr, Wertpapierabwicklung, Geldwäscheprävention, IT-Berechtigungen, Auslagerungen, Rechnungswesen, in gewissem Umfang auch die Steuerungsprozesse selbst. Über mehrere Jahre soll jedes wesentliche Gebiet erfasst werden; wie oft, entscheidet die Risikoeinschätzung.
Der Arbeitsalltag
Eine Prüfung folgt einem festen Ablauf: Ankündigung, Unterlagenanforderung, Vorbereitung, Prüfungshandlungen vor Ort oder im System, Gespräche mit den Verantwortlichen, Entwurf des Berichts, Stellungnahme des geprüften Bereichs, Endfassung. Der Bericht enthält Feststellungen mit Belegen, eine Bewertung nach Schwere und Maßnahmen mit Fristen. Danach beginnt das Nachhalten, das in der Praxis oft mehr Beharrlichkeit erfordert als die Prüfung selbst.
Die Arbeit ist ruhig, gründlich und aktenintensiv, gelegentlich verbunden mit Reisen zu Standorten oder ausgelagerten Dienstleistern. Sie verlangt viel Schreiben – klare Sätze, keine Andeutungen, weil jede Formulierung später von Wirtschaftsprüfern, Verband oder Aufsicht gelesen wird.
Belastend ist die Rolle. Eine Feststellung trifft Menschen, mit denen man in der Kantine sitzt, und der Reflex der geprüften Einheit ist Verteidigung. Dazu die Erwartung, in jedem Gebiet fachlich mitzuhalten, obwohl man in keinem täglich arbeitet – Revision ist deshalb der Beruf mit dem höchsten Lesepensum im Haus. In kleinen Instituten besteht die Abteilung aus einer oder zwei Personen, was den Prüfungsplan zu einer Übung in Priorisierung macht.
Was die Rolle verlangt
Üblich sind mehrere Jahre Bankerfahrung, oft aus Kredit, Zahlungsverkehr oder Beratung, dazu ein Studium oder der Bankbetriebswirt. Zertifizierungen zum Internen Revisor sind verbreitet und werden von den Häusern gefördert. IT-Revision ist ein eigener Zugang, in dem Informatikkenntnisse mehr zählen als Bankpraxis.
Die entscheidende Eigenschaft ist Sachlichkeit unter Widerspruch. Wer Kritik als Sieg empfindet, wird gemieden; wer sie nicht aufschreibt, weil ein Gespräch unangenehm wäre, verfehlt die Funktion.
Was man verdient
Der Einstieg liegt meist zwischen 3.700 und 4.100 Euro brutto im Monat, mit Erfahrung zwischen 4.300 und 5.500 Euro, dazu die tarifliche Sonderzahlung. Grundlage ist der TVöD-Sparkassen, der Tarifvertrag für das private Bankgewerbe oder der Tarifvertrag für Volksbanken und Raiffeisenbanken; die Leitung der Revision ist in größeren Häusern außertariflich. Die Eingruppierung hängt am Prüfungsgebiet und an der Größe des Instituts und ist nicht allgemein zu beziffern.
Wie es weitergeht
Ein Weg führt in die Spezialisierung, insbesondere in die IT-Revision, die überall gesucht wird. Ein zweiter in Compliance, Geldwäscheprävention oder Risikocontrolling – die Revision ist eine der besten Ausgangspositionen für einen Wechsel, weil sie das ganze Haus kennt. Ein dritter in die Leitung der Internen Revision, die unmittelbar an den Vorstand berichtet. Auch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Verbandsprüfungsstellen stellen aus dieser Rolle ein.
Das sollten Sie mitbringen
Stärken
- • Systematisches Vorgehen
- • Unabhängigkeit im Urteil
- • Genauigkeit bei Belegen
- • Sachlichkeit im Konflikt
Studium & Vorwissen
- • Bankbetriebslehre
- • Aufsichtsrecht und MaRisk
- • Rechnungswesen
- • Prüfungsmethodik
Ein Studium ist für diese Rolle nicht in jedem Fall nötig: Der übliche Weg in eine Bank führt über die Ausbildung zum Bankkaufmann und die Weiterbildung zum Bankfachwirt. Entscheidend ist seltener der Abschluss als die Abteilung, in der man vorher gesessen hat.
Wo gearbeitet wird
- Interne Revision einer Sparkasse
- Genossenschaftsbank oder Zentralbank
- Privatbank oder Landesbank
- Revision eines Verbundunternehmens
Wie es danach weitergeht
- Zertifizierung zum Internen Revisor
- Spezialisierung auf IT-Revision oder Kreditgeschäft
- Wechsel in Compliance oder Risikocontrolling
- Leitung der Internen Revision
Häufige Fragen
Wie lange dauert der Weg zum Interner Revisor?
Üblich sind 48 Monate (4 Jahre) von der Ausbildung bis in die Rolle. Wer über ein Studium einsteigt, ist meist schneller dort; wer aus einer anderen Abteilung wechselt, braucht länger.
Was verdient man als Interner Revisor?
Zum Berufseinstieg rund 3.900 Euro brutto im Monat. Mit zwei bis drei Jahren Erfahrung liegt die Spanne meist zwischen 4.300 und 5.500 Euro.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Erwartet wird BWL, Wirtschaftsrecht oder Bankausbildung mit Bankbetriebswirt. Fachlich geht es um Bankbetriebslehre, Aufsichtsrecht und MaRisk, Rechnungswesen und Prüfungsmethodik; persönlich zählen vor allem Systematisches Vorgehen, Unabhängigkeit im Urteil, Genauigkeit bei Belegen und Sachlichkeit im Konflikt.
Wie geht es von dieser Rolle aus weiter?
Typische Wege sind Zertifizierung zum Internen Revisor, Spezialisierung auf IT-Revision oder Kreditgeschäft, Wechsel in Compliance oder Risikocontrolling oder Leitung der Internen Revision. Das Gehalt liegt dann meist zwischen 4.300 und 5.500 Euro brutto im Monat.