Marketing, Personal & Steuerung

Ausbildungsleiter Bank

Verantwortet die Ausbildung im Institut – Auswahl, Einsatzpläne, Prüfungsvorbereitung, Übernahme – in einem Markt mit rückläufigen Bewerberzahlen.

Weg in die Rolle
60 Monate (5 Jahre)
Ausbildung
1.300 €
Berufseinstieg
3.700 €
Studium
Bankausbildung mit Ausbildereignung, oft mit Bankfachwirt oder Studium

Die Aufgaben

  • Auszubildende auswählen und einstellen
  • Einsatz- und Versetzungspläne erstellen
  • Fachunterricht und Prüfungsvorbereitung organisieren
  • Ausbildende in den Abteilungen begleiten
  • Übernahme und Anschlussentwicklung planen

Was die Rolle zahlt

Monatsbrutto auf den einzelnen Stufen des Weges in diese Rolle. Es sind Orientierungswerte; was ein Haus tatsächlich zahlt, hängt am Tarif, an der Entgeltgruppe und an der Größe des Instituts.

Ausbildung 1.300 € / Monat

entspricht 15.600 € im Jahr

Berufseinstieg 3.700 € / Monat

entspricht 44.400 € im Jahr

Mit 2–3 Jahren Erfahrung

4.100–5.000 €

Orientierungswerte. Die Vergütung folgt dem Tarifvertrag des Hauses – TVöD-Sparkassen, Tarifvertrag für das private Bankgewerbe oder Tarifvertrag für Volksbanken und Raiffeisenbanken; die Eingruppierung hängt an der Zahl der betreuten Auszubildenden und am Zuschnitt der Stelle. Die untere Stufe ist die Vergütung während der Ausbildung oder eines dualen Studiums.

Was macht ein Ausbildungsleiter in einer Bank?

Kreditinstitute bilden traditionell selbst aus, und die Ausbildung zum Bankkaufmann ist bis heute der wichtigste Zugang zum Beruf. Der Ausbildungsleiter verantwortet diesen Weg im eigenen Haus: von der Ansprache in Schulen über Auswahlverfahren und Einstellung bis zur Prüfung und zur Entscheidung über die Übernahme.

Rechtliche Grundlage ist das Berufsbildungsgesetz mit der Ausbildungsordnung für den Beruf. Daraus folgen Ausbildungsplan, betrieblicher Rahmen und die Pflicht, alle Inhalte tatsächlich zu vermitteln – weshalb Auszubildende durch Service, Beratung, Kredit, Zahlungsverkehr und interne Bereiche geführt werden. Wer ausbildet, braucht die Ausbildereignung nach der entsprechenden Verordnung; bei minderjährigen Auszubildenden kommen die Vorgaben des Jugendarbeitsschutzgesetzes hinzu.

Zur Rolle gehört außerdem, was in Stellenanzeigen selten steht: die Betreuung derjenigen, die in den Abteilungen tatsächlich ausbilden. Ein Berater mit acht Terminen am Tag ist nicht automatisch ein guter Ausbilder, und die Qualität der Ausbildung entscheidet sich genau dort.

Der Arbeitsalltag

Das Jahr hat einen klaren Takt. Im Herbst und Winter laufen Auswahlverfahren für den kommenden Sommer, im Frühjahr die Prüfungsvorbereitung, im Sommer Einstellung und Einführungswoche, dazwischen Einsatzplanung, Gespräche, Berufsschulkontakte und die Organisation des internen Unterrichts. Viele Ausbildungsleiter sind zusätzlich in Prüfungsausschüssen der Kammer tätig.

Ein Teil der Arbeit ist Konfliktarbeit: Leistungsprobleme, Fehlzeiten, Auseinandersetzungen in Abteilungen, gelegentlich der Abbruch einer Ausbildung. Solche Gespräche fallen dieser Rolle zu, und sie sind nicht angenehm.

Belastend ist vor allem der Markt. Bewerbungen auf Ausbildungsplätze sind seit Jahren rückläufig, Institute konkurrieren mit Handel, Verwaltung und Hochschulen um dieselben Jahrgänge, und gleichzeitig soll die Zahl der Auszubildenden gehalten werden, weil in wenigen Jahren große Altersgruppen ausscheiden. Dazu die strukturelle Lage: Häuser mit schrumpfendem Filialnetz brauchen Ausbildungsplätze, die sie später besetzen können, und diese Rechnung geht nicht immer auf.

Was die Rolle verlangt

Der Weg führt über die Bankpraxis. Üblich sind die Ausbildung zum Bankkaufmann, mehrere Jahre im Vertrieb oder in einem Fachbereich, die Ausbildereignung und häufig der Bankfachwirt oder ein berufsbegleitendes Studium. Eine berufspädagogische Weiterbildung ist verbreitet und für die Rolle hilfreicher als ein weiterer Fachabschluss.

Verlangt wird Verbindlichkeit. Junge Menschen merken sofort, ob Zusagen gelten, und die Ausbildungsleitung ist für sie über drei Jahre die verlässliche Stelle im Haus. Dazu Organisationstalent, weil Einsatzpläne mit Abteilungen abgestimmt werden müssen, die zuerst an ihr Tagesgeschäft denken.

Was man verdient

Der Einstieg in die Funktion liegt meist zwischen 3.500 und 3.900 Euro brutto im Monat, mit Erfahrung und größerer Verantwortung zwischen 4.100 und 5.000 Euro, dazu die tarifliche Sonderzahlung. Grundlage ist der Tarifvertrag des jeweiligen Hauses. Die Eingruppierung hängt daran, wie viele Auszubildende und dual Studierende betreut werden und ob die Stelle zusätzlich die Weiterbildung des Hauses verantwortet.

Wie es weitergeht

Ein Weg führt in die Personalentwicklung mit Verantwortung für die Weiterbildung aller Beschäftigten, ein zweiter in die Leitung Personal. Ein dritter zu Verbänden, Akademien und Bildungseinrichtungen der Verbünde, die Lehrgänge für viele Institute anbieten – dort wird aus der Ausbildungsleitung eine Aufgabe in der Bildungsarbeit. Und die Mitarbeit im Prüfungsausschuss der Kammer bleibt in jedem dieser Wege möglich.

Das sollten Sie mitbringen

Stärken

  • • Freude an der Arbeit mit jungen Menschen
  • • Verbindlichkeit und Geduld
  • • Organisationstalent über viele Abteilungen
  • • Klarheit bei Rückmeldungen

Studium & Vorwissen

  • • Berufspädagogik
  • • Bankbetriebslehre
  • • Arbeits- und Jugendarbeitsschutzrecht
  • • Prüfungswesen

Ein Studium ist für diese Rolle nicht in jedem Fall nötig: Der übliche Weg in eine Bank führt über die Ausbildung zum Bankkaufmann und die Weiterbildung zum Bankfachwirt. Entscheidend ist seltener der Abschluss als die Abteilung, in der man vorher gesessen hat.

Wo gearbeitet wird

  • Personalentwicklung einer Sparkasse
  • Genossenschaftsbank oder Zentralbank
  • Privatbank mit eigener Ausbildung
  • Verband oder Bildungseinrichtung

Wie es danach weitergeht

  • Berufspädagogische Weiterbildung
  • Personalentwicklung und Weiterbildungssteuerung
  • Prüfungsausschuss der Kammer
  • Leitung Personal

Häufige Fragen

Wie lange dauert der Weg zum Ausbildungsleiter Bank?

Üblich sind 60 Monate (5 Jahre) von der Ausbildung bis in die Rolle. Wer über ein Studium einsteigt, ist meist schneller dort; wer aus einer anderen Abteilung wechselt, braucht länger.

Was verdient man als Ausbildungsleiter Bank?

Zum Berufseinstieg rund 3.700 Euro brutto im Monat. Mit zwei bis drei Jahren Erfahrung liegt die Spanne meist zwischen 4.100 und 5.000 Euro.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Erwartet wird Bankausbildung mit Ausbildereignung, oft mit Bankfachwirt oder Studium. Fachlich geht es um Berufspädagogik, Bankbetriebslehre, Arbeits- und Jugendarbeitsschutzrecht und Prüfungswesen; persönlich zählen vor allem Freude an der Arbeit mit jungen Menschen, Verbindlichkeit und Geduld, Organisationstalent über viele Abteilungen und Klarheit bei Rückmeldungen.

Wie geht es von dieser Rolle aus weiter?

Typische Wege sind Berufspädagogische Weiterbildung, Personalentwicklung und Weiterbildungssteuerung, Prüfungsausschuss der Kammer oder Leitung Personal. Das Gehalt liegt dann meist zwischen 4.100 und 5.000 Euro brutto im Monat.

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Dauer
60 Monate (5 Jahre)
Einstieg
1.400 €