Die Aufgaben
- Presseanfragen beantworten und Mitteilungen verfassen
- Jahreszahlen und Gremienthemen aufbereiten
- Interne Kommunikation und Intranet betreuen
- Krisenkommunikation vorbereiten und begleiten
- Reden und Vorträge für den Vorstand entwerfen
Was die Rolle zahlt
Monatsbrutto auf den einzelnen Stufen des Weges in diese Rolle. Es sind Orientierungswerte; was ein Haus tatsächlich zahlt, hängt am Tarif, an der Entgeltgruppe und an der Größe des Instituts.
entspricht 15.600 € im Jahr
entspricht 43.200 € im Jahr
Mit 2–3 Jahren Erfahrung
4.000–5.000 €
Orientierungswerte. Kommunikationsstellen folgen dem Tarifvertrag des Hauses – TVöD-Sparkassen, Tarifvertrag für das private Bankgewerbe oder genossenschaftliches Tarifwerk; Leitungsfunktionen sind in großen Instituten außertariflich. Die untere Stufe ist die Vergütung während der Ausbildung oder eines dualen Studiums.
Was macht ein Referent für Unternehmenskommunikation?
Ein Kreditinstitut ist in seiner Region ein öffentliches Thema, und Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind es besonders: Ihre Gremien sind kommunalpolitisch oder mitgliedschaftlich besetzt, ihre Entscheidungen über Standorte betreffen Orte, in denen jeder jeden kennt. Diese Rolle organisiert, was das Haus nach außen und nach innen sagt.
Nach außen heißt: Presseanfragen, Mitteilungen, Jahrespressekonferenz mit Bilanzzahlen, Hintergrundgespräche, Beiträge zu Themen der Region, Auftritt in sozialen Medien, Geschäftsbericht. Nach innen heißt: Intranet, Mitarbeiterinformationen, Vorbereitung von Betriebs- oder Personalversammlungen, Begleitung von Veränderungsvorhaben. Dazu kommen Reden und Grußworte für den Vorstand, die häufig hier entstehen.
Der Rahmen ist enger als in anderen Branchen. Über einzelne Kunden darf nicht gesprochen werden – das Bankgeheimnis gilt auch gegenüber Journalisten, die eine berechtigte Frage stellen. Institute, die Wertpapiere emittieren, unterliegen zusätzlich kapitalmarktrechtlichen Veröffentlichungspflichten, deren Einhaltung mit Recht und Compliance abgestimmt wird.
Der Arbeitsalltag
Der Alltag wechselt zwischen geplanter Arbeit und Reaktion. Geplant sind Bilanzkommunikation, Themenkalender, Berichte und Veranstaltungen. Reaktiv sind Anfragen, die morgens kommen und mittags eine Antwort brauchen, und Lagen, die niemand terminiert: eine Störung im Online-Banking, eine Betrugswelle mit betroffenen Kunden, ein Prozess, ein Personalwechsel im Vorstand, die Ankündigung, dass eine Geschäftsstelle schließt.
Solche Lagen zeigen den Kern der Rolle. Die Nachricht wird nicht schöner, wenn man sie schöner formuliert; sie wird belastbarer, wenn sie früh, vollständig und ohne Ausweichen kommt. Wer intern durchsetzt, dass so kommuniziert wird, spart dem Haus mehr Schaden als jede Kampagne verhindert.
Belastend ist die Erreichbarkeit in solchen Phasen und die Position zwischen Vorstand, Fachbereich und Öffentlichkeit. Vertriebsziele gibt es nicht, dafür Fristen, die Redaktionen setzen.
Was die Rolle verlangt
Üblich sind ein Studium in Kommunikationswissenschaft, Journalistik oder BWL, häufig mit journalistischer Vorerfahrung; ebenso führt die Bankausbildung mit anschließender Weiterbildung in die Rolle und hat den Vorteil, Bilanzzahlen selbst lesen zu können.
Verlangt wird Schreiben unter Zeitdruck, ohne Fehler bei Fakten. Dazu Urteilsvermögen: Nicht jede Anfrage verdient eine Antwort in derselben Länge, und nicht jede interne Information ist eine, die veröffentlicht werden sollte. Und Verschwiegenheit, weil diese Stelle früh von Entscheidungen weiß, die Beschäftigte betreffen.
Was man verdient
Der Einstieg liegt meist zwischen 3.400 und 3.800 Euro brutto im Monat, mit Erfahrung zwischen 4.000 und 5.000 Euro, dazu die tarifliche Sonderzahlung. Grundlage ist der Tarifvertrag des jeweiligen Hauses. In kleineren Instituten ist Kommunikation eine Stelle neben Marketing, in großen Häusern eine eigene Abteilung mit außertariflich vergüteter Leitung; die Spanne folgt genau dieser Unterscheidung.
Wie es weitergeht
Ein Weg führt in die Leitung der Kommunikation, ein zweiter in den Vorstandsstab, wo Gremienarbeit und Strategie hinzukommen. Ein dritter in die Spezialisierung: digitale Kanäle, interne Kommunikation bei Fusionen, Nachhaltigkeitsberichterstattung, die sprachlich und fachlich anspruchsvoll ist. Verbände und Verbundunternehmen sind ein weiterer Arbeitgeber, weil sie für die gesamte Gruppe kommunizieren.
Das sollten Sie mitbringen
Stärken
- • Sicherheit im Schreiben unter Zeitdruck
- • Genauigkeit bei Fakten
- • Ruhe in unangenehmen Lagen
- • Verschwiegenheit
Studium & Vorwissen
- • Kommunikation und Journalismus
- • Bankbetriebslehre
- • Medien- und Presserecht
- • Bankaufsichtsrecht in Grundzügen
Ein Studium ist für diese Rolle nicht in jedem Fall nötig: Der übliche Weg in eine Bank führt über die Ausbildung zum Bankkaufmann und die Weiterbildung zum Bankfachwirt. Entscheidend ist seltener der Abschluss als die Abteilung, in der man vorher gesessen hat.
Wo gearbeitet wird
- Kommunikation einer Sparkasse
- Zentrale einer Volksbank
- Privatbank oder Landesbank
- Verband oder Verbundunternehmen
Wie es danach weitergeht
- Spezialisierung auf digitale Kanäle oder Nachhaltigkeitsberichterstattung
- Krisenkommunikation
- Vorstandsstab und Gremienarbeit
- Leitung Kommunikation
Häufige Fragen
Wie lange dauert der Weg zum Referent Unternehmenskommunikation?
Üblich sind 36 Monate (3 Jahre) von der Ausbildung bis in die Rolle. Wer über ein Studium einsteigt, ist meist schneller dort; wer aus einer anderen Abteilung wechselt, braucht länger.
Was verdient man als Referent Unternehmenskommunikation?
Zum Berufseinstieg rund 3.600 Euro brutto im Monat. Mit zwei bis drei Jahren Erfahrung liegt die Spanne meist zwischen 4.000 und 5.000 Euro.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Erwartet wird Kommunikationswissenschaft, Journalistik oder BWL (B.A./B.Sc.). Fachlich geht es um Kommunikation und Journalismus, Bankbetriebslehre, Medien- und Presserecht und Bankaufsichtsrecht in Grundzügen; persönlich zählen vor allem Sicherheit im Schreiben unter Zeitdruck, Genauigkeit bei Fakten, Ruhe in unangenehmen Lagen und Verschwiegenheit.
Wie geht es von dieser Rolle aus weiter?
Typische Wege sind Spezialisierung auf digitale Kanäle oder Nachhaltigkeitsberichterstattung, Krisenkommunikation, Vorstandsstab und Gremienarbeit oder Leitung Kommunikation. Das Gehalt liegt dann meist zwischen 4.000 und 5.000 Euro brutto im Monat.